Mittwoch, 20. März 2019
   
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Was man von hier aus sehen kann

Leky, Mariana:
Was man von hier aus sehen kann
Köln: Dumont, 2017
ISBN 978-3-8321-9839-8

Immer wenn der alten Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Wen es treffen wird, ist allerdings unklar. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, handelt dieser Roman. Vor allem aber erzählt er von Menschen, die alle auf ihre Weise mit der Liebe ringen: gegen Widerstände, Zeitverschiebungen und Unwägbarkeiten - ohne jemals den Mut zu verlieren.

MD: Mariana Leky hat mit „Was man von hier aus sehen kann“ einen wundervollen Familienroman verfasst.  Zugegeben: anfangs war ich etwas skeptisch, ob die Okapi-Idee einen ganzen Roman tragen kann. Kann er definitiv. Die anfängliche Skepsis ob dieses doch eher unkonventionellen Plots wird schnell beiseitegelegt: wie Leky ihre Figuren in dieser skurrilen und liebenswerten Dorf im Westerwald agieren lässt, verzaubert von der ersten bis zur letzten Seite. Für mich eines der schönsten Bücher 2018 und ein Roman, der lange nachhallt.

 

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Sechs Koffer

Biller, Maxim:
Sechs Koffer
Köln: Kippenheuer & Witsch, 2018
ISBN 978-3-462-05086-8

Wer hat Schmil Grigorewitsch verraten? War es einer seiner schönen, talentierten Söhne? War es seine ehrgeizige, traurige Schwiegertochter? Oder war am Ende er selbst, der Schwarzhändler und gütige Familienpatriarch, daran schuld, dass er vom KGB verhaftet und zum Tode verurteilt wurde? Maxim Billers neuer Roman ist ein Krimi, ein psychologisches Familiendrama und ein literarisches Meisterstück, das den Leser mit der existentiellen Frage zurücklässt: Wie würde er selbst handeln, wenn er sein eigenes Leben retten müsste - als Held oder als Verräter?

MD: Es ist schon kühn und lustig, wie Maxim Biller in seinem neuesten Roman den Leser hinters Licht führt. Er erzählt die (eigene?) Familiengeschichte in sechs Episoden und aus unterschiedlichen Blickwinkeln. 
Kernfrage ist: Welches Familienmitglied hat die Schwarzmarktgeschäfte des Großvaters an den KGB verraten hat und somit dessen Tod zu verantworten? Nach jeder Episode ist man sicher, gerade die Wahrheit  gelesen zu haben. Und am Ende zweifelt man doch wieder. 
Das ist höchst unterhaltsam und lesenswert.

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Die Morde von Pye Hall

Horowitz, Anthony:
Die Morde von Pye Hall
Frankfurt am Main: Insel Verlag, 2018
ISBN 978-3-458-17738-8

Als die Lektorin Susan Ryeland das neue Manuskript des Bestsellerautoren Alan Conway liest, ist sie begeistert. Der neueste Fall um Detektiv Atticus Pünd fesselt sie von Anfang an. Umso enttäuschter ist sie, als sie feststellt, dass das letzte Kapitel und damit die Auflösung des Falles fehlt. Noch bevor Susan Alan um die restlichen Seiten bitten kann, erfährt sie völlig entsetzt von seinem Tod. Ein Brief lässt auf Selbstmord vermuten. Aber irgendetwas stimmt nicht und auf der Suche nach dem verschwundenen Kapitel wird sie selbst zur Detektivin und gerät dabei tödliche Gefahr.

U.C.: Was für eine originelle Idee! Das Buch im Buch. Der Leser liest zusammen mit Susan „Die Morde von Pye Hall“, einem Krimi, der in den 1950er Jahren spielt und auf charmante Art an Sherlock Holmes und Hercule Poirot erinnert. Als das Manuskript plötzlich mit einem Cliffhanger endet, wird das Buch zu einem spannenden Pageturner. Anthony Horowitz versteht es geschickt, beide Geschichten miteinander zu verknüpfen und seine raffinierte Erzählweise macht das Buch zu einem echten Leseerlebnis.

 

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Die Enthüllung der Welt

Schmortte, Stefan:
Die Enthüllung der Welt
München: Lago, 2017
ISBN 978-3-95761-175-8


Delft im 17. Jahrhundert: Piets Augen sind ein Wunder, aber das Allerwichtigste in seinem Leben übersieht er. Kleinwüchsig zur Welt gekommen und von seiner Mutter verstoßen, überlebt er nur mit sehr viel Glück seine Kindheit in einem Internat, in dem Gewalt und Missbrauch herrschen. Nach entbehrungsreichen Lehrjahren in Amsterdam eröffnet er in seiner Geburtsstadt Delft ein Tuchhandelsgeschäft. Dort lebt er mit seiner jüdischen Magd Carla, die er aus einem Amsterdamer Hurenhaus freigekauft hat. Keiner in der Stadt ahnt etwas von ihrer geheimen Liebesbeziehung. Und nur die allerwenigsten wissen, was Piet in seiner Werkstatt anstellt, wenn er am Abend seinen Laden schließt. Mit Hilfe einer selbstgebauten Apparatur entdeckt er die Welt des Unsichtbaren, wofür er in den Kreisen der Wissenschaft großen Respekt erntet, aber die Liebe seines Lebens verliert er darüber immer mehr aus dem Blick.

A.Z.: Mit wunderbarer Leichtigkeit erzählt Stefan Schmortte vom goldenen Zeitalter Amsterdams, dem Zauber der Liebe und den Grenzen der Wissenschaft. Atemlos verfolgt der Leser den wechselvollen, oft höchst grausamen Lebensweg des Protagonisten, der mehr als einmal eine überraschende Wendung nimmt. Kein historischer Roman im eigentlichen Sinne, aber eine tolle Geschichte mit Spannung und Tiefgang. Einziges Manko: Sehr kleines Schriftbild.

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Das Mädchen im Eis

Bryndza, Robert:
Das Mädchen im Eis
München: Penguin, 2017
ISBN 978-3-328-10097-3

In einem See eines Park im Süden Londons wird die Leiche einer jungen Frau unter einer dicken Schicht Eis entdeckt. Die Detektivin Erika Foster übernimmt die Leitung der Mordermittlungen. Das Opfer schien ein perfektes Leben zu führen, aber bei den Ermittlungen werden Zusammenhänge zu den Ermordungen von drei Prostituierten deutlich. Welches Geheimnis hat das Mädchen im Eis? Je näher Erika der Wahrheit kommt, desto näher kommt ihr der Mörder. Wird sie ihn stellen können, bevor er wieder zuschlägt?

U.C.:  Auftakt einer Reihe um die ursprünglich aus der Slowakei stammenden Polizistin Erika Foster. Ein gut geschriebener Krimi, der den Leser von Anfang an fesselt und die Spannung bis zum überraschenden Ende halten kann. Mit der Hauptperson Erika Foster hat der Autor einen glaubwürdigen, wenn auch nicht immer sympathischen, Charakter geschaffen, der dem Buch das nötige Etwas gibt. Wer Bücher von Angela Marsons, Lisa Gardner und Karin Slaughter mag, dem wird auch dieses Buch gefallen.

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Ein Gentleman in Moskau

Towles, Amor:
Ein Gentleman in Moskau
München: List, 2017
ISBN 978-3-471-35146-8

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol verurteilt, dem ersten Haus am Platze, in dem er seit Jahren eine Suite bewohnt. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.

A.Z.: Komprimiert im Mikrokosmos eines Hotels schildert Amor Towles in diesem wundervollen Roman mit subtiler Ironie und großem Wissen eine spannende Epoche der Zeitgeschichte Russlands. Wenn Sie etwas für Sprache und deren ironische Feinheiten übrighaben, werden Sie diesen Roman lieben. Ich jedenfalls war begeistert, wünsche ihm viele Leser und freue mich auf eine Verfilmung.

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Die Überlebende

Gardner, Lisa:
Die Überlebende
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2017
ISBN 978 3 499 29093 0

Die junge College-Studentin Flora Dane wird in den Ferien am helllichten Tag gekidnappt. Nach langen, qualvollen 472 Tagen schafft sie es endlich zu entkommen. Aber obwohl sie viel Hilfe von ihrer liebevollen Mutter und ihrem FBI-Betreuer erhält, findet sie nur schwer ins Leben zurück. Als wieder eine junge Frau verschwindet, wird Detective D.D. Warren an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen und stößt dort auf Flora Dane. Ist sie etwa der Schlüssel zur Rettung von weiteren vermissten Mädchen oder ist sie selbst wieder in großer Gefahr?

U.C: Ein gekonnt geschriebener Psychothriller mit überraschenden Wendungen. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erhöht konstant die Spannung, so dass man von Seite 1 an direkt von der Geschichte gefesselt ist. Die Protagonisten sind einfühlsam und authentisch beschrieben, insbesondere mit Flora leidet und fühlt man mit. Eine gelungene Fortsetzung der D.D. Warren Serie!

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So, und jetzt kommst du

Frank, Arno:
So, und jetzt kommst du
Stuttgart: Tropen, 2017
ISBN: 978-3-608-50369-2

Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das „große Geld“ da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt.

A.Z.: Arno Frank erzählt in bildreicher und ausdrucksstarker Sprache die Geschichte seiner Familie. Was zunächst scheinbar als spannendes Abenteuer beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zum Albtraum. Und die Gratwanderung zwischen Komik und Tragik fesselt den Leser mehr und mehr, bis schließlich klar wird, dass an dieser Geschichte rein gar nichts komisch ist. Ein toller Debütroman!

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Pieter Posthumus, Fall 1 – 3

Bolt, Britta
Pieter Posthumus, Fall 1 – 3
Hamburg: Hoffmann und Campe 2015 – 2017

Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Pieter Posthumus (der Name ist Programm) kümmert sich bei der Stadt Amsterdam um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit, wie z. B. in seinem ersten Fall: „Im Büro der einsamen Toten“. Beim Tod eines marokkanischen Emigranten geht die Polizei von einem Unfall aus und legt den Fall schnell zu den Akten. Pieter Posthumus ist skeptisch und ermittelt auf eigene Faust.

Sein zweiter Fall „Das Haus der verlorenen Seelen“ führt in mitten in das dunkle Gassengewirr des Amsterdamer Rotlichtviertels. Pieter Posthumus glaubt nicht daran, dass Marloes, die etwas seltsame, aber grundgütige Wirtin einer Pension eine zweifache Mörderin sein soll.

In seinem dritten, brandneuen Fall „Der Tote im fremden Mantel“ untersucht er den Tod eines Junkies, der einen viel zu vornehmen Kamelhaarmantel trägt. Und dieser Mantel führt ihn direkt zu einem Teilnehmer der großen Umweltkonferenz, die gerade in Amsterdam stattfindet.

A.Z.: Diese Romane sind eine einzige Liebeserklärung an die Stadt Amsterdam. Liebevolle Milieuschilderungen, sympathische Personen und ein ungewöhnlicher Erzählstil machen alle drei Romane zu einer lohnenden Lektüre jenseits der gewohnten Krimikost.

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Mischpoke!

Zuckermann, Marcia
Mischpoke!
Frankfurt: Frankfurter Verlagsanst., 2016
978-3-627-00229-9

Samuel Kohanim, Oberhaupt einer der ältesten jüdischen Familien im westpreußischen Osche, ist durchschnittliches Unglück gewöhnt. Seine Frau Mindel, schroff und wortkarg von Natur, gebar ihm sieben Mädchen. Die »sieben biblischen Plagen«, wie die Kohanim-Töchter genannt werden, strapazieren die väterliche Geduld. Aber ein männlicher Stammhalter fehlt, denn der Kronprinz stirbt am 10. März 1902, kurz nach seiner Geburt. Nach den Erschütterungen des Ersten Weltkrieges sucht die Familie Kohanim Zuflucht in Berlin. Auch die protestantische Oda, eine Freundin der Familie, hat es in die Hauptstadt verschlagen. Im Laufe der in den 1930er Jahren anbrechenden schweren Zeiten verbindet sich Odas Schicksal endgültig mit jenem der Familie Kohanim, deren Stammbaum die unterschiedlichsten Triebe ausbildet, jüdische wie nicht-jüdische, nationalistische wie kommunistische.

A.Z.: Eine pralle turbulente Familiensaga, die das Leben einer jüdisch-christlichen Familie in Westpreußen und Berlin erzählt, spannend und tragikomisch, selbstironisch und humorvoll mit jüdischem Witz und erfrischender Berliner Schnauze, ein echtes Lesevergnügen.

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Die Spuren meiner Mutter

Picoult, Jodi:
Die Spuren meiner Mutter
München: Bertelsmann, 2016
978-3-570-10236-7

Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.

T.B.: Jodi Picoult hat einmal mehr einen packenden, spannenden, berührenden, fantastisch recherchierten Roman vorgelegt, der mich bis zum Schluss gefesselt und am Ende total überrascht hat. Der gewohnte Picoult - Schreibstil mit wechselnden Personen macht den Einstieg zunächst nicht ganz leicht, aber dann packt einen die Geschichte und man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Klare Lese-Empfehlung!

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Evil Games - Wer ist ohne Schuld?

Marsons, Angela:
Evil Games  – Wer ist ohne Schuld?
München: Piper, 2016
978-3-492-06039-4

Ein verurteilter Vergewaltiger wird brutal ermordet. Kim Stone und ihr Team erkennen schnell, dass es sich um einen Racheakt handelt und tatsächlich gesteht das damalige Opfer Ruth die Tat. Allerdings hat Kim Zweifel an dem Geständnis und sucht Ruths Psychotherapeutin auf. Hat Alexandra Thorne Ruth manipuliert und zum Mord getrieben? Die Nachforschungen bringen Kim in große Gefahr, denn Alexandra weiß mehr über Kim, als ihr lieb ist …

U.C: Eine gelungene Fortsetzung von „Silent Scream“, dem ersten Band der britischen Autorin! Das hochspannende Katz- und Mausspiel zwischen der Ermittlerin Kim und der Psychotherapeutin Alexandra wird nicht nur Krimiliebhabern, sondern auch  Psychothriller-Fans gefallen. Angela Marsons versteht es, insbesondere auch durch  ihren flüssigen und raffinierten Schreibstil, den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln.

 

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Harry Potter and the Cursed Child

Rowling, Joanne K; Thorne, Jack; Tiffany, John:
Harry Potter and the Cursed Child
London: Little Brown Book Group, 2016
978-0-751-56535-5

Das Leben war nicht immer leicht für Harry Potter und auch jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Ministeriums für Magie, Ehemann und Vater von drei Kindern, wird es nicht leichter. Besonders Albus, Harrys jüngster Sohn, macht das Vermächtnis seines berühmten Vaters schwer zu schaffen. Als Albus versucht, sich aus Harrys Schatten zu lösen, kommt es fast zur Katastrophe. Die dunklen Mächte erwachen zu neuem Leben …

U.C.:  Dies ist das Script zu einem Theaterstück, das gerade im Londoner Westend angelaufen ist. Es ist die achte Harry Potter Geschichte und spielt 19 Jahre nach dem Ende des siebten Bandes. Während die besondere Buchform zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, konnte man der Geschichte von Anfang an gut folgen und regelrecht mit den Protagonisten mitfiebern. Ein besonderes Highlight waren die Gespräche zwischen Harry und Albus, aber auch die Entwicklung der anderen bekannten Charaktere macht das Buch zu einem echten Leseerlebnis. Für Harry Potter Fans ein Muss!
Auf Englisch bereits jetzt bei uns erhältlich. Die deutsche Ausgabe erscheint im September 2016.

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Paris : Roman einer Stadt

Rutherford, Edward
Paris : Roman einer Stadt

München : Blessing, 2014
978-3-89667-515-6

Edward Rutherfurd erzählt von sechs Familien, deren Schicksale sich über Jahrhunderte mit der großen Historie von Paris verweben Da sind die adligen Le Cygnes, deren monarchistisches Weltbild in der Französischen Revolution ins Schwanken gerät und die im 20. Jahrhundert die Résistance unterstützen. Da sind die Brüder Thomas und Luc Gascon, die in den Hinterhöfen von Montmartre zu Hause sind und bei der Errichtung des Eiffelturms Glanz und Elend erleben. Und schließlich sind da die Blanchards, die im Napoleonischen Zeitalter im Handel ihr Glück machten und später die großen Warenhäuser und Konsumtempel der Stadt leiten. Aber auch Kunsthändler, Kurtisanen und die Familie Le Sourd, die immer auf Seiten der Revolutionäre mitwirkte, spielen eine tragende Rolle in diesem gewaltigen Epos.

AZ: Farbenprächtig, detailgenau und reich an bedeutenden historischen Episoden ebenso wie an bewegenden Einzelschicksalen beschreibt Rutherfurd die Geschichte der Stadt von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Trotz der vielen Zeitsprünge und der Vielzahl der Personen ein spannender Historienroman und eine unterhaltsame Urlaubslektüre. Einziges Ärgernis: die vielen Rechtschreibfehler im zweiten Teil des Buches.

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Fremd

Poznanski, Ursula und Strobel, Arno
Fremd
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2015
978-3-8052-5084-9

Joanna befindet sich allein zuhause, als sie plötzlich einem vermeintlichem Einbrecher gegenüber steht, der behauptet ihr Verlobter zu sein und auch in diesem Haus zu wohnen. Aber wieso erkennt sie ihn nicht? Warum hat sie keinerlei Erinnerung an ihn, aber den fast unwiderstehlichen Drang, ihn zu töten?
Als Erik nach Hause kommt, erkennt ihn seine Verlobte nicht, denkt gar, er wäre ein Einbrecher. Im Haus befinden sich keine Kleidungsstücke oder persönliche Gegenstände von ihm. Aber er lebt doch hier, oder? Joanna hält ihn offensichtlich für verrückt. Ist er es etwa wirklich?

U.C.: Zwei renommierte Krimiautoren haben sich zusammengetan, um einen ungewöhnlichen Psychothriller zu schreiben, in dem nichts so ist, wie es scheint. Abwechselnd aus Joannes und Eriks Perspektive erzählt, wird die Spannung von Kapitel zu Kapitel gesteigert. Das durch falsche Spuren sehr überraschende Ende ist erschreckend realistisch und zeitnah und lässt den Leser nachdenklich zurück.

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Ich heiße nicht Miriam

Axelsson, Majgull
Ich heiße nicht Miriam
München: List, 2015
978-3-471-35128-4

An ihrem 85. Geburtstag bekommt Miriam Guldberg von ihrer Familie einen silbernen Armreif geschenkt, in den ihr Name eingraviert ist. Beim Anblick entfährt ihr der Satz: „Ich heiße nicht Miriam“. Niemand in ihrer Familie kennt die Wahrheit über sie. Niemand in ihrer Familie ahnt etwas von ihren Wurzeln. Doch an diesem Tag lassen sich die Erinnerungen nicht länger zurückhalten, und sie erzählt zum ersten Mal von ihrem Leben als Roma unter den Nazis, im KZ und als vermeintliche Jüdin in Schweden.

AZ: Als ausgebildete Journalistin hat sich Majgull Axelsson schon immer für gesellschaftliche Randgruppen interessiert und ihnen in ihren Büchern eine Stimme verliehen. In ihrem neuen Roman gibt sie diese Stimme den verfolgten Roma im Nationalsozialismus und im Nachkriegsschweden. Die Autorin erspart ihren Lesern keine der grausigen Lebensbedingungen im KZ, die Lektüre ist manchmal schwer zu ertragen und dennoch hat mich die Geschichte gerade wegen der intensiven Darstellung so gefesselt, dass ich dieses Buch auch unseren Lesern ans Herz legen möchte. Es ist ein zutiefst beeindruckendes Zeugnis vom  unbedingten Überlebenswillen eines Menschen, der als Roma immer ein Ausgestoßener war.

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Silent Scream - Wie lange kannst du schweigen?

Marsons, Angela:
Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
München: Piper, 2016
978-3-492-06034-9

Bei archäologischen Ausgrabungen im Black Country werden menschliche Überreste geborgen, die in Zusammenhang mit dem in der Nähe liegenden, alten Kinderheims Crestwood zu stehen scheinen. Eine der ehemaligen Angestellten wurde bereits ermordet und auch das Leben der verbliebenden ist in Gefahr. Detektive Inspector Kim Stone von der West Midlands Police wird mit der Aufklärung des Falls betraut. Noch ahnt sie nicht, dass sie sich den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss und ihr eigenes Leben in Gefahr gerät, als sie immer tiefer in die dunklen Geheimnisse von Crestwood eindringt …

U.C.: Dies ist das erste Buch der britischen Autorin Angela Marsons, die mit der Polizistin Kim Stone eine überzeugende, aber nicht immer sympathische Figur erschaffen hat. Doch gerade das lässt den Roman besonders glaubhaft wirken. Die Handlung ist durchweg spannend und anschaulich geschildert und macht das Buch zu einem echten „Pageturner“, den man gar nicht mehr weg legen möchte. Ein gelungenes und empfehlenswertes Krimidebüt!

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Spur 24

Kaes, Wolfgang:
Spur 24
Hamburg: Rowohlt POLARIS, 2014
978-3-499-24749-1

Die ehemals erfolgreiche Reporterin Ellen Rausch greift nach einem privatem und beruflichen Absturz nach dem letztem Strohhalm: Sie wird Lokalreporterin in ihrer Heimatstadt Lärchtal, einer kleinen Stadt in der Eifel, die sie seit 31 Jahren nicht mehr besucht hat. Doch statt von Schützenfesten und Kindergarteneröffnungen zu berichten, stößt sie auf den ungeklärten Fall der vor 16 Jahren verschwundenen Ursula Gersdorff. Schnell wird aus dem Vermisstenfall ein Mordfall, bei dessen Aufklärung Ellen Rausch zahlreichen Lokalpolitikern und anderen einflussreichen Bürgern Lärchtals gewaltig auf die Zehen tritt und sich selbst in Lebensgefahr bringt …

U.C.: Dieser Roman basiert auf einem tatsächlichen Vermisstenfall, auf den der Autor durch Zufall aufmerksam wurde und dem er selbst akribisch nachging. Er erfand die Reporterin Ellen Rausch, um diesem Fall die passende Rahmenhandlung zu geben. Wolfgang Kaes ist Journalist und leitender Redakteur des Bonner Generalanzeigers. Die berufliche Erfahrung merkt man dem ausgezeichnet recherchierten und flüssig geschriebenen Buch an. Es ist spannend, an keiner Stelle langatmig, mit gut gezeichneten Charakteren und einer schlüssigen Handlung, bei der man sich immer wieder fragt, was ist Wirklichkeit und was Fiktion.

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Silo

Howey, Hugh:
Silo
München : Piper, 2013
978-3-492-05585-7

In einer feindlichen, zerstörten Umwelt gibt es nicht mehr viele Menschen. Sie haben sich in ein riesiges Silo unter der Erde geflüchtet. Um zu überleben, müssen sie die strengen Regeln des Silos befolgen. Aber einige Wenige tun das nicht. Sie sind gefährlich. Sie wagen es zu hoffen und zu träumen und stecken andere mit ihrer Hoffnung an. Ihre Strafe ist einfach und tödlich. Sie müssen nach draußen. Raus aus dem Silo. Juliette ist eine von ihnen. Vielleicht ist sie die Letzte.

TB: Sobald man sich als Leser nach den ersten Seiten mitten im Silo wiederfindet, nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf. Eine packende Mischung aus düsterer Zukunftvision und atemberaubendem Thriller voller Geheimnisse, klug konstruiert und bis ins Detail durchdacht. Herausragend aus der Schwemme an Dystopien auf dem Markt. Öfter habe ich um das Leben der Protagonistin gebangt, als sie beginnt, dem Geheimnis des Silos auf den Grund zu gehen. Nebenbei, die Frage nach dem Wesen des Menschen und der Gesellschaft. Auf Zombies und Mutationen wird ausnahms- und angenehmerweise verzichtet - der Mensch ist auch ganz gut selbst Feind des Menschen. Klasse, unbedingt lesen!

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Stimmen

Poznanski, Ursula:
Stimmen
Tübingen : Wunderlich, 2015
978-3-8052-5062-7

Ein junger Arzt wird tot im Behandlungsraum einer Psychiatrie gefunden. Auf seiner Brust sind kunstvoll bunte Plastikmesser drapiert, und in seinem Hals steckt eine Stahlschiene. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Mann bereits tot war, bevor er von dem Metall durchbohrt wurde. Den Kommissaren Beatrice Kaspary und Florin Wenninger bleibt nichts anderes übrig: Sie müssen alle Personen auf der Station befragen. Doch die Ärzte sind nicht sehr redselig und die Patienten schwer gestört. Besonders Jasmin Matheis, die kein Wort spricht, seit man sie gefunden hat. In dieser bedrückenden Atmosphäre eskalieren die Gefühle, nicht nur die der Patienten, sondern auch die zwischen Florin und Beatrice. Dann stirbt eine Patientin ...

TB: Die Antwort auf die immer gleiche Frage nach dem Täter, bleibt bis zum Schluss im Dunkeln - unglaublich spannend, fesselnd, gut recherchiert mit detaillierten Beschreibungen und glaubwürdigen Erklärungen, ohne langweilig zu werden. Schön auch die persönliche Weiterentwicklung der Hauptpersonen. Kein Gemetzel, angenehm unblutig, dafür aber umso spannender und mysteriöser, bis endlich die Auflösung kommt, mit der man so gar nicht gerechnet hat.

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Die Schatten von New Orleans

Becker, Oliver
Die Schatten von New Orleans

München: Bookspot, 2014
ISBN 978-3-937357-90-4

New York um 1870. Cynthia Crane, das Hausmädchen der angesehenen Familie van Buren, hat ein großes Geheimnis: Sie liebt den Sohn des Hauses. Doch statt in den Armen des Liebhabers landet Cynthia als unschuldig verurteilte Schmuckdiebin hinter den Mauern des berüchtigten New Yorker Gefängnisses "Rabennest"... Alle Verbindungen zu ihrem bisherigen Leben lösen sich auf rätselhafte Weise in Luft auf. Während sie allein und verlassen den brutalen Gefängnisalltag erduldet, erkennt Cynthia, dass viel mehr hinter ihrer fingierten Verurteilung steckt als eine verbotene Liebe. Unter spektakulären Umständen gelingt ihr die Flucht. Damit beginnt eine gefährliche Odyssee durch Opiumhöhlen, Gaunerspelunken und die Salons der ehrenwerten Gesellschaft. Von New York bis nach New Orleans und in die düsteren Sümpfe Louisianas. Cynthia trifft auf Wahrsager, Hafenpiraten und Betrüger. Wem kann sie trauen? Was will der alte Voodoo-Priester von ihr? Und was hat die Engelsfeder zu bedeuten?

AZ: Oliver Becker nimmt seine Leser mit auf eine spannende Abenteuerreise in den Süden Amerikas. Gekonnt erzählt, mit interessanten Charakteren und überraschenden Wendungen ist das Buch ein echter Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite.

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Madame Mallory und der Duft von Curry


DVD
Madame Mallory und der Duft von Curry

Constantin Film AG : München
2014

Hassan Kadam ist ein außergewöhnlich talentierter junger Koch mit dem Äquivalent zum "absoluten Gehör" - dem "absolutem Geschmack". Nachdem er Indien verlassen muss, eröffnet er in Frankreich ein typisch indisches Restaurant. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt sich zwischen ihm und einem nahegelegenen Sternerestaurant ein kulinarischer Kleinkrieg ...

SW: Ein herrlicher Film, der das Herz berührt. Aus einer vorurteilsbeladener Feindschaft wird nach und nach eine innige und wertschätzende Freundschaft. Man fiebert mit, schüttelt den Kopf, und ist die meiste Zeit amüsiert. Aber Achtung: die tollen Bilder der kulinarischen Köstlichkeiten machen Hunger!

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Einfach unvergesslich

Coleman, Rowan:
Einfach unvergesslich
München [u.a.]: Piper, 2014
ISBN 978-3-492-06001-1

Die junge und selbstbewusste Claire erkrankt mit Anfang 40 an einer Frühform der Alzheimer Demenz. Für sie und ihre Familie beginnt eine schwere Zeit, in der sich alle Familienmitglieder auf ihre Weise mit der Krankheit beschäftigen müssen. Ehemann Greg, von dem sich Claire mehr und mehr zurückzieht, Mutter Ruth, die wieder bei ihrer Tochter einzieht, Tochter Caitlin, die ihre Mutter gerade jetzt dringend braucht und das Nesthäkchen Esther, die gar nicht versteht, warum ihre Mutter plötzlich so „komisch“ ist. Ein Erinnerungsbuch hilft der Familie, die schwierige Zeit zu bewältigen.

UC: Abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten beschrieben, bekommt der Leser Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der einzelnen Familienmitglieder und kann auch die Vorgänge während der Alzheimer Erkrankung gut nachvollziehen. Die Thematik dieses Buch lässt eine traurige Geschichte vermuten. Aber dem ist nicht so. Zwar berührend, aber überwiegend heiter, macht der Roman Mut sich dieser Krankheit und ihren Folgen zu stellen.

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Wir sehen uns dort oben

Lemaitre, Pierre:
Wir sehen uns dort oben

Stuttgart: Klett-Cotta, 2014
978-3-608-98016-5

Frankreich 1918: In den letzten Kriegstagen rettet der Soldat Édouard in letzter Sekunde das Leben seines Kameraden Albert, wird dabei aber so schwer entstellt, dass er nicht zu seiner Familie heimkehren will. Aus Dankbarkeit verschafft Albert ihm eine neue Identität und kümmert sich nach dem Krieg um ihn. Er ahnt nicht, in was für Schwierigkeiten er sich damit begibt. Denn wovon sollen sie leben? Ohne Papiere steht ihnen nichts zu. Da kommt Édouard, der gut zeichnen kann, auf die Idee, Kriegsdenkmäler zu entwerfen, die jedoch nie in die Produktion gehen sollen. Er ahnt nicht, dass einer der Käufer seiner nicht existenten Denkmäler sein eigener Vater ist.

A.Z.: Kriegsromane sind durchaus nicht mein bevorzugtes Genre – schon gar nicht die über den 1. Weltkrieg. Und ich gebe zu, dass die Schilderungen der Kriegsgräuel nicht leicht zu verkraften sind. Dennoch hat dieses Buch alles, was für mich zu einem guten Roman gehört: Es ist tragisch, traurig, witzig, spannend und vor allem – großartig erzählt.

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Die Lügen der anderen

Billingham, Mark:
Die Lügen der anderen
Zürich: Atrium, 2014
978-3-85535-054-4

In einer Ferienanlage in Florida treffen drei britische Paare aufeinander und freunden sich an. Ihre Urlaubsfreude wird am letzten Tag allerdings durch das Verschwinden eines Mädchens, das später tot im Sumpf gefunden wird, getrübt. Die geschockten Paare beschließen, auch nach ihrer Rückkehr nach England in Kontakt zu bleiben. Die gemeinsamen Abendessen werden aber von Mal zu Mal merkwürdiger und spannungsgeladener. Geheimnisse, die besser im Verborgenen geblieben wären, kommen zutage. Als dann in ihrer Nähe wieder ein Mädchen verschwindet, schaukelt sich die Situation hoch und führt zu einem fatalen Ende.

U.C.: Ein ungewöhnlicher Psychothriller, der insbesondere bei den gemeinsamen Abendessen fast wie ein Kammerspiel inszeniert ist. Durch Rückblicke in die gemeinsame Floridazeit und Einblicke in die Gedankenwelt des Mörders baut sich eine subtile Spannung auf, so, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Der fulminante Höhepunkt des Buches und das anschließende überraschende Ende machen diesen Roman zu einem echten Highlight für Fans des Genres!

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The Silkworm

Galbraith, Robert:
The Silkworm
London: Sphere, 2014
978-1-408-70402-8

Der zweite Fall für Cormoran Strike und seine Assistentin Robin. Acht Monate sind vergangen, seitdem Cormoran durch die Aufklärung des Mords am Model Luna Landry zu einer Berühmtheit in der Londoner Detektivszene geworden ist. (s. „Der Ruf des Kuckucks“). Diesmal wird er gebeten, den verschwundenen Schriftsteller Owen Quine zu finden. Was zunächst nach Beziehungsproblemen aussieht, entpuppt sich schnell als  ungewöhnlicher Kriminalfall. Cormoran Strike taucht ein in die undurchsichtige Welt der Londoner Schriftsteller- und Verlagsszene und begegnet einem Geflecht von Lügen und Intrigen. Als Owen Quine dann unter bizarren Umständen brutal ermordet aufgefunden wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um den kaltblütigen Mörder zu finden.

U.C.: Auch der zweite Teil der Cormoran Strike Serie enttäuscht nicht. Robert Galbraith alias Joanne Rowling versteht es geschickt, die Leser durch glaubhafte Charaktere, eine spannende Handlung und unerwartete Wendungen zu fesseln. Dank des lebendigen Erzählstils der Autorin kann man sich wunderbar mit den Akteuren identifizieren und hat das Gefühl, die beschriebenen Orte vor sich zu sehen. Eine rundum gelungene Fortsetzung!

Die deutsche Übersetzung erscheint im November 2014 unter dem Titel: „Der Seidenspinner“.

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Das Krokodil

De Giovanni, Maurizio
Das Krokodil
Reinbek bei Hamburg: Kindler, 2014

„Drei junge Menschen werden tot aufgefunden, kaltgemacht durch ein und dieselbe Waffe. Den Täter nennt die Presse nur „das Krokodil“, weil er an jedem Tatort ein Taschentuch mit Tränenflüssigkeit hinterlässt. Weint er Krokodilstränen um seine Opfer?

Inspektor Lojacono wurde von Sizilien nach Neapel strafversetzt. Jetzt sitzt er in einem tristen Polizeibüro und dreht Däumchen. Bis die schöne Staatsanwältin Laura Piras sein Talent erkennt und ihn mit dem Fall betraut. Und so treffen sie in einem morbiden Neapel aufeinander: Der Inspektor und der Killer. Ein neues Kapitel des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse hat begonnen.

Dieses Buch ist der Beginn einer neuen Serie um Inspektor Lojacono und gewann den wichtigsten italienischen Preis für Kriminalromane, den Premio Scerbanenco.“

AZ.: In der Presse höchst kontrovers besprochen ist es für mich ein spannender Krimi, ohne blutrünstige Details und ohne die übliche Brutalität, der trotzdem von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und den ich an einem Tag verschlungen habe. Die Fortsetzungen lassen hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten.

minimieren
Die Lange Erde

Pratchett, Terry ; Baxter, Stephen:
Die lange Erde
München : Manhattan, 2013
978-3-442-54727-2


Ein kleiner angekokelter Plastikkasten, ein paar angelötete Drähte, ein Schalter, eine Kartoffel - Als die Polizistin Monica Jansson im Jahr 2015 in den verkohlten Ruinen eines Hauses auf diese eher zweifelhafte Apparatur stößt, ahnt sie nicht, dass der Prototyp einer bahnbrechenden Erfindung vor ihr steht. Einer Erfindung, die die Geschichte der Menschheit für immer verändern wird. Denn der kleine Kasten ist ein Wechsler, mit dem es von nun an jedem möglich sein wird, mit einem kleinen Schritt in die »Lange Erde« hinauszutreten ...

SW: Geniales Buch! Die Vorstellung, mit nur einem Schritt auf einer unberührten "Erde" zu landen und das endlos so weiter, ist schon faszinierend. Pratchett und Baxter beschreiben auch sehr nachvollziehbar, wie der Mensch die Welten für sich beansprucht und vor allem welche Auswirkungen das "wilde" Wechseln auf die Regierungen und die Wirtschaft auf der "alten Erde" hat. Für Fantasy-Fans sehr zu empfehlen!

 

MacCarten, Anthony:
Funny Girl
Zürich: Diogenes Verl., 2014
978-3-257-06892-4

In dem neuen Werk von Anthony McCarten „ Funny Girl“ geht es um eine junge Kurdin namens Azime, die zusammen mit ihren Eltern in London lebt. Sie arbeitet im Möbelgeschäft ihres Vaters, ist jedoch mit ihrer dortigen Arbeit nicht zufrieden. Was ihr hingegen sehr viel Spaß bereitet sind Witze. Sie beschließt, ihr Hobby zu ihrem Beruf zu machen und Komikerin zu werden. Bei ihrem Vorhaben wird sie nur von ihrem besten Freund Deniz unterstützt. Azime wird mit ihren Witzen sehr berühmt, von ihrer eigenen Familie wird sie jedoch verstoßen. Sie steckt in einem Dilemma. Soll sie weiterhin ihrer Berufung nachgehen und ihre Familie komplett verlieren, oder soll sie ihren Traum, als Komikerin durchzustarten, aufgeben?

C. Pateromichelaki: Das neue Buch von Anthony McCarten war klasse. Es ist nicht nur sehr spannend, sondern vor allem auch witzig und flüssig zu lesen. Es ist eines der Bücher, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es ist sehr unterhaltsam und vor allem auch sehr realistisch geschrieben. Zudem wird das Thema „ Kampf der Kulturen“ angesprochen, welches ein sehr aktuelles Problem in der heutigen Gesellschaft widerspiegelt.

 

Galbraith, Robert:
¬Der¬ Ruf des Kuckucks
München: Blanvalet Verl., 2013
978-3-76
45-0510-3

Cormoran Strike, Londoner Privatdetektiv mit körperlichen und seelischen Wunden aus dem Afghanistankrieg, ist finanziell am Ende, als ein spektakulärer Fall für ihn die Wende bringt. Das berühmte Model Lula Landry ist von ihrem Balkon in den Tod gestürzt, für die Polizei ist es Selbstmord, doch ihr Bruder hat berechtigte Zweifel. Mithilfe seiner charmanten Sekretärin Robin dringt Cormoran Strike in die Welt der Schönen und Reichen ein und fördert Erschreckendes zutage.

U.C.: Intelligent geschrieben, unblutig, trotzdem spannend mit sehr sympathischen Akteuren. Die unter Pseudonym schreibende Harry Potter Autorin Joanne Rowling legt einen klassischen, britischen Detektivroman vor, auf dessen Fortsetzung ich mich jetzt schon freue.

 

 

Frascella, Christian:
Sieben kleine Verdächtige
Frankfurt am Main: Frankfurter Verl.Anst., 2013

ISBN 978-3-627-00198-8

Sie sind sieben an der Zahl und gerade mal 12 Jahre alt, als sie beschließen, die Bank in ihrer Heimatstadt Roccella auszurauben. Sie brauchen, das Geld, um ihrem kleinen mittelitalienischen Nest zu entfliehen, in dem es für sie keine Zukunft gibt. Und so schmieden sie einen gewagten Plan. Doch plötzlich gerät die Stadt in Aufruhr – der Mexikaner ist wieder da! Aus dem Nichts wiederaufgetaucht, in das er vor Jahren verschwunden war, als es kein kriminelles Geschäft gab, das er nicht kontrollierte. Von da an wird es für die sieben Freunde richtig gefährlich …

AZ: Mit viel Charme und Humor zeigt uns Frascella sieben junge Helden und ihren Traum von einem besseren Leben. Es ist zwar kein Krimi und auch kein Thriller, aber trotzdem richtig, richtig spannend!

 

 

Castillo, Linda:
Tödliche Wut
Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 2013
ISBN: 978-3-596-19612-8

Sadie Miller ist verschwunden. Ein aufmüpfiger, rebellischer Amisch-Teenager aus Painters Mill. Ihre Familie ist verzweifelt, verbittet sich aber jede Einmischung. Als Kate Burkholder, die selbst in einer amischen Familie aufwuchs, gerufen wird, ahnt sie Schlimmes. Denn gerade wurde die blutgetränkte Tasche des Mädchens gefunden. Und da sind noch mehr vermisste Mädchen im gesamten County. Wo sind sie, und was ist mit ihnen geschehen?

UC: Dies ist der vierte Teil der Reihe um Kate Burkholder, Polizeichefin eines kleinen Ortes in Ohio. Ein spannender Krimi, der eindrucksvoll das Leben der Amischen in Amerika beschreibt. Gerade der Kontrast zwischen der altmodischen und unschuldigen Amisch-Gemeinde und des grausamen Verbrechens in ihrer Mitte machen den besonderen Reiz des Buches aus.  

 

 

Palm, Anna:
Schmetterling aus Staub
Berlin : Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2013
978-3-86265-
251-8

Die Stadt, in der die 16-jährige Mika lebt, gleicht dem Paradies: Blumen blühen überall, die Menschen lächeln einander freundlich an und die Sonne scheint 365 Tage im Jahr. Dennoch ist Mika nicht glücklich. Seit sie vor acht Jahren am staatlich angeordneten Persönlichkeitstest teilnehmen musste, ahnt sie, dass die Realität außerhalb von Seelenheide ganz anders aussieht, als sie das Fernsehen glauben machen will. Ihre Vermutung bestätigt sich, als eines Tages ein fremder Junge auf der Mauer in ihrem Garten sitzt. Aaron gehört zu den »Risi­kos«, die als Kinder von ihren Eltern getrennt werden, weil sie sich zu Freidenkern entwickeln könnten. Die Regierung hat Angst vor ihnen, nennt sie Verbrecher - und sperrt sie ein. Aaron konnte fliehen und will nun das System stürzen, das ihn und Tausende andere aussortiert hat. Mika ist vom ersten Moment an fasziniert von Aaron und begibt sich mit ihm auf die gefährliche Mission.

SW: Wer "Die Tribute von Panem" verschlungen hat, wird dieses Buch auch lieben. Einzig der Schluss war etwas gewöhnungsbedürftig.
 

 

Wunder, Wendy:
Flamingos
im Schnee
München : Goldman
n, 2013
978-3-442-31323-5

Campbell Cooper würde gern ein normales Leben führen, aber die Diagnose Krebs hat ihr den Alltag genommen. statt sich wie jeder andere Teenager in ihrem Alter zu vergnügen, verbringt sie Tage und Wochen im Krankenhaus. Ihre Chancen stehen schlecht, das weiß sie, und an Wunder hat sie noch nie geglaubt. Ihre Mutter ist da anders. Als diese von einer Stadt in Maine hört, in der auch die unmöglichsten Dinge wahr werden, packt sie Campbell und den halben Hausstand zusammen und macht sich auf den Weg dorthin ...

AZ: Trotz des traurigen Schicksals eine sehr lesenswerte Geschichte, die nachwirkt...

 

 

Klise, Kate:
Verliebt in Paris
München [u.a.] : Piper, 2013

978-3-492-30220-3

Croissants und Café au lait, der Louvre, Champagner und Erholung pur - so stellt sich Starköchin Daisy eine Woche in Paris vor. Doch das Leben hat andere Pläne. Schon auf dem Flug schüttet ihr ein Rüpel Rotwein auf die Bluse und dann kommt Tochter Coco die Reisetasche abhanden, was die Laune des Teenagers nachhaltig beeinträchtigt. Schließlich der Anruf einer Freundin: ein Notfall in Madrid. Daisy soll das Catering bei einer Vernissage übernehmen. Ebenfalls vor Ort: der charmante Innenarchitekt Andrew. Und plötzlich scheint Champagner in Paris gar nicht mehr so wichtig …

AZ: Kurzweiliger, heiterer kleiner Roman – genau richtig als  unbeschwerte Sommer(ferien)lektüre.

 

 

Palacio, Raquel J.:
Wunder
Münche
n : Carl Hanser Verlag, 2013
978-3-446-24175-6

Der zehnjährige August wurde wegen eines Gendefekts mit einem deformierten Gesicht geboren. Aufgrund seiner langen Krankheitszeiten und auch um ihn vor neugierigen Blicken und gemeinen Bemerkungen zu schützen, unterrichten ihn seine Eltern zu Hause.

Aber jetzt soll er die fünfte Klasse in einer Schule besuchen. Für August beginnt das schlimmste, aber zugleich auch schönste Jahr seines Lebens. Der mutige und witzige Junge gibt nie auf und findet heraus, dass wahre Freunde sich nicht von einem entstellten Äußeren abschrecken lassen.

U.C.: Das Buch wurde abwechselnd aus der Sicht von August, seiner Schwester und seinen Freunden geschrieben. Diese besondere Schreibweise gewährt einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der einzelnen Protagonisten. Ich habe diesen Roman an einem Abend gelesen, weil mich Augusts Geschichte tief bewegt, zu Tränen gerührt und sehr nachdenklich gestimmt hat. Aber das Buch macht auch Mut: In einer Welt, in der nur Äußerlichkeiten zählen, schafft es ein kleiner Junge, einfach er selbst zu sein und dadurch die Menschen für sich zu gewinnen.

 

 

 

May, Peter:
Blackhouse
München : Kindler, 2011

978-3-463-40596-4

Inspector Fin Macleod von der Kriminalpolizei in Edinburgh steckt nach dem Unfalltod seines Sohnes in einer tiefen Krise. Er nimmt den Auftrag an, in seiner Heimat Crobost vor der Küste Schottlands, einen Mord aufzuklären, der Parallelen zu einem Fall in Edinburgh hat. Schon bald muss er erkennen, dass er bei seinen Ermittlungen alte Wunden aus seiner Vergangenheit aufreißt.

MZ: Eindringliches Drama über Liebe, Schuld und Hass vor der Kulisse einer großartigen Landschaft!

 

 

 

Zan, Koethi :
Danach
Frankfurt am
Main : Scherz, 2013.
978-3-651-00045-2

Sarah Farber hat überlebt. Sie war drei Jahre lang mit ihrer Freundin und zwei weiteren Mädchen nackt und angekettet in einen Keller gesperrt. Zehn Jahre ist das her, aber Sarah kann nicht vergessen – die Dunkelheit, die Kälte, die Verzweiflung, die Panik. Und sie weiß noch immer nicht, was damals mit ihrer Freundin Jennifer geschehen ist. Ihr Peiniger soll auf Bewährung freikommen, und sie ist die Einzige, die das verhindern kann.

MF: "Ein unglaublich spannender Psychothriller, in dem die Grausamkeiten nur Andeutungsweise erzählt werden und so bleibt der Fantasie Tor und Tür geöffnet."

 

 

 

Gerritsen, Tess :
Last to Die   (Amerikanische Originalausgabe)
London : Bantam Press, 2012. 328 S.
978-0-593-06326-2

Drei Kinder, die sich untereinander nicht kennen, werden nach scheinbar sinnlosen Gewaltakten in das Internat „Abendruh“, eine Schule für emotional traumatisierte Waisenkinder, gebracht. Die Pathologin Maura Isles hat bereits eine Verbindung zu der Schule, vermutet aber, dass Abendruh die Kinder für eigene Zwecke benutzt. Ihre Verdächtigungen werden bestärkt, als Detektiv Jane Rizzoli einen Mordanschlag auf ein anderes Kind an der Schule aufklären soll.

UC: "Ein gekonnt geschriebener Thriller, der keine Langeweile aufkommen lässt. Obwohl die Zufälle sich häufen, wirkt das Buch zu keiner Zeit unglaubwürdig. - Übrigens: „Last to Die“ erscheint im April auch in Deutsch unter dem Titel „Abendruh“!"

 

 

 

Hildmann, Attila :
Vegan for fit ; vegetarisch und cholesterinfrei zu einem neuen Körpergefühl ; die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge. -
Hilden : Becker-Joest-Volk-Verl., 2012. 264 S.
978-3-938100-81-3

Diät oder Wohlfühlprogramm? Warum kann man eine Diät nicht als Wohlfühlprogramm gestalten? So, dass man übergewicht abbaut und Defizite ausgleicht? So, dass die Neigung zu Zivilisationskrankheiten wirksam zurückgebildet wird? Attila Hildmann ist Deutschlands bekanntester Vegankoch. Zweimal hintereinander gewannen seine Bücher den Titel "Bestes vegetarisches Kochbuch des Jahres". Millionen Zuschauer erlebten bei Stefan Raab, Stern TV und Co., wie man mit Kürbispommes, Nudeln aus Zucchini und Eis ohne Sahne und Milch selbst passionierte Nicht-Vegetarier begeistert und dabei abspeckt. In Vegan for Fit zeigt er, was man mit einem Rundum-"Reset" von Körper und Geist in 30 Tagen erreicht.

SW: "Es vergeht kein Tag an dem ich nicht in dieses Buch schaue. Die Rezepte sind alle sehr lecker und auf die neuen Zutaten, die ich beim Kochen entdeckt habe, möchte ich nicht mehr verzichten!"

 

 

 

Green, John :
Das Schicksal ist ein mieser Verräter -

München : Hanser Verlag, 2012. 285 S.
978-3-446-24009-4

Tatsächlich sind die beiden Teenager Hazel und Gus vom Schicksal schwer getroffen. Vom Krebs gezeichnet, wissen sie, dass ihre gemeinsamen Tage gezählt sind. Trotzdem verlieren sie nie ihren Humor und erleben auf einer gemeinsamen Reise nach Amsterdam ganz große Gefühle.

UC: "Ein trotz des traurigen Themas sehr heiterer und kurzweiliger, aber auch fesselnder Roman, der nachhaltig beeindruckt!"

 

 

 

Borrmann, Mechthild
Der Geiger -
München: Droemer Knaur, 2012. 298 S.
978-342-619925-1

Als der Violinist Ilja Grenko nach einem Beifall umtosten Konzert ohne Vorwarnung verhaftet wird, hat er keine Ahnung, was ihm vorgeworfen wird. Ohne Prozess verschwindet Grenko im Arbeitslager, nachdem er sich hat zusichern lassen, dass seine Frau, die erfolgreiche Schauspielerin Galina, mitsamt den gemeinsamen Kindern unbehelligt in Moskau wird weiterleben können. Eine weitere Lüge, wie so viele vorher, denn seine Familie wird in die Verbannung geschickt. Grenkos wertvollster Besitz, eine Stradivari, verschwindet während der Verhaftungs- und Verhöraktionen spurlos.

Zwei Generationen und mehrere Morde später macht sich Enkel Sascha auf die Suche nach der Geige und erhält postum Einblicke in die dunkelsten Stunden seiner Familiengeschichte, die untrennbar verbunden ist mit dem menschenverachtenden Gebaren der Handlanger eines diktatorischen Regimes.

A.Z: "Familiendrama, Krimihandlung und historisches Lehrstück in einem – packend erzählt und höchst spannend."

 

 

 

Pfeffer, Susan Beth:
Die Welt, wie wir sie kannten. -
Hamburg : Carlsen, 2010. 409 S.
978-3-551-58218-8

 

Miranda ist 16, als ein Asteroid den Mond aus seiner Umlaufband wirft und die Welt aus den Fugen gerät. Flutkatastrophen, Erdbeben und Vulkanausbrüche lassen die gesamte Infrastruktur zusammenbrechen. In der kleinen Stadt in Pennsylvania geht das Leben zunächst normal weiter. Doch dann verdecken Aschewolken den Himmel und das Klima kollabiert.

MF: "Dieses Buch beschreibt authentisch und hautnah das Leben nach einem Asteroideneinschlag. Es ist in Tagebuchform geschrieben und nach dieser Geschichte macht man sich Gedanken darüber, wie kostbar fließendes Wasser, Strom, und Essen sind. Es ist ein sehr fesselndes, erschütterndes, aber auch gleichzeitig positives Buch. Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen und hat mich in Gedanken noch lange begleitet."

 

 

 

Macharski, Christian:
Die Rache des Waschbären :

Hastenraths Will ermittelt. -
Hamburg : Edel, 2012. 298 S.
978-3-8419-0185-9

 

Saffelen im Spätsommer 1982. Die Liebesgeschichte eines jungen Paares endet mit einem tragischen Doppelselbstmord. Fast 30 Jahre später entdeckt der umtriebige Landwirt und Ortsvorsteher Hastenraths Will durch einen Zufall Ungereimtheiten. Schon bald erhärtet sich der Verdacht, dass es sich um Mord gehandelt haben könnte. Während Will noch mühsam versucht, die Puzzleteile zusammenzusetzen, holt der Täter von damals bereits zum Gegenschlag aus. Erst spät wird dem Landwirt bewusst, dass ihm bei diesem tödlichen Duell leider nur noch eine Waffe bleibt - sein Verstand. Und genau das ist das Problem

UC: "Superspannend und zum Schreien komisch! Der beste Macharski überhaupt. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen!"

 

 

 

Otsuka, Julie:
Wovon wir träumten :

Roman. -
Hamburg : Mare, 2012. 159 S.
978-3-86648-179-4

Mit leiser Wehmut, vielen Fragen und großen Hoffnungen im Gepäck überqueren sie den Ozean: junge Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen, um in Kalifornien japanische einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika ...

AZ: "Außergewöhnliche Geschichte, außergewöhnlich erzählt, außergewöhnlich gut!"

 

 

 

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